
Begrüßung RH 20.05.25
Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Partner und Ehrengäste im norddeutschen Bündnis, ich heiße Sie alle herzlich willkommen zu dieser besonderen Urkundenverleihung im Rahmen unseres Bündnisses „Keine Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“. Ihr Erscheinen ist ein klares Zeichen: Ein Zeichen für Solidarität, für Mitgefühl, für eine wichtige Lobby und vor allem für den Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft – unserer Kinder. Im Namen aller Gäste und der vielen Ehrengäste begrüße ich ganz besonders unseren Ministerpräsidenten, unser Mitglied und unseren Schirmherrn, Herrn Daniel Günther. Ich danke Herrn Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Herrn Stadtrat Christian Zierau und dem Leitenden Branddirektor Thomas Hinz mit seinen Kameraden für die Gastfreundschaft in dieser Wache. Den Kameraden der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Kiel danken wir für die Unterstützung bei dieser Veranstaltung. Dem LFV S.-H., Shiz, Grafik – Designer Can Yalim, Herrn Oberst Hinze und Herrn Björn Schröder für ihre vorbildliche Unterstützung. Danke auch dem Spielmannszug Jahn Kiel für die tolle Begrüßung und später Rolf Zuckowski mit den Alsterfröschen Hamburg. Ich freue mich ebenso über die Moderation durch Michael Schubert aus Moorrege und unsere beiden Tontechniker Hans-Wilhelm Pein und Gerd Konietzka aus Appen. Ein herzliches Willkommen auch unserer Presse.
Was am 5.08.2021 in der Feuerwache Glashütte von uns gemeinsam initiiert wurde, entwickelte sich bis heute zur bundesweit größten ehrenamtlichen Aktion zum Thema „keine Gewalt an Kindern“. Stolz sind wir, dass wir am 12. März mit dem Landespolizeiamt S.-H. als erster Verein eine Kooperationsvereinbarung zum gleichen Thema geschlossen haben. Ich freue mich, dass auch der Leitende Kriminaldirektor und Vertreter der Landespolizeidirektorin, Stephan Nietz und Kriminalhauptkommissarin, Frau Bredfeldt-Lüth von der Zentralstelle polizeiliche Kriminal-prävention S.-H. unsere Gäste sind. Gewalt gegen Kinder ist eine Wunde, die meist nie heilt. Wer in jungen Jahren körperlicher oder seelischer Gewalt ausgesetzt ist, trägt die Narben oft ein Leben lang. Viele traumatisierte Kinder werden später selbst zu Tätern, weil sie nie gelernt haben, dass es einen anderen Weg gibt. Das dürfen wir nicht zulassen! Jedes Kind hat das Recht auf eine unbeschwerte Kindheit, frei von Angst und Gewalt. Doch dieses Recht wird immer wieder mit Füßen getreten. Und nicht nur jene, die direkte Gewalt erfahren, brauchen unsere Hilfe. Auch Kinder, die Zeugen von Gewalt werden – wenn ihre Mutter geschlagen oder, wie gerade in der letzten Woche geschehen, sogar getötet wird. Wenn ein Elternteil misshandelt wird – leiden diese Kinder unsägliche Qualen. Sie sind oft hilflos, gefangen zwischen Angst und Loyalität. Wer hilft ihnen? Wer spricht für sie? Wir alle müssen es tun!
Meine Damen und Herren, es ist Zeit zu handeln! Nicht morgen, nicht irgendwann – JETZT! Wir können nicht länger warten, wir dürfen nicht länger schweigen! Gewalt gegen Kinder ist eine gesamtgesellschaftliche Tragödie, die wir beenden müssen. Und das geht nur, wenn wir gemeinsam aktiv werden! Jeder kann helfen! Wir erwarten keine großen Spenden – besonders nicht von Vereinen, die sich selbst engagieren. Doch wir erwarten und wünschen uns Solidarität. Die Unterstützung dieser Aktion kostet nichts, aber sie kann unsere Gesellschaft sensibilisieren und auftritteln! Jeder Einzelne kann dazu beitragen, das Schweigen zu brechen. Jeder Einzelne kann etwas bewegen! Flyer verteilen, Mitglieder, Kunden, Kollegen, Kameraden, Mieter auf das Thema aufmerksam machen – das sind kleine, aber wirkungsvolle Schritte. In jedem Unternehmen kann der Betriebs- oder Personalrat helfen, das Bewusstsein für diese Problematik im Kollegenkreis zu schärfen. Jeder Vertreter der heutigen Urkundenempfänger erhält eine Tasche mit diversen Unterlagen. Zu jeder Unterlage fordern Sie bitte die Dateien an, die wir Ihnen kostenlos zum Druck anbieten. Was in der Gemeinde Appen in S.-H. zuhause ist und in Norddeutschland wächst, könnte Modellcharakter für ganz Deutschland haben: eine starke, zivilgesellschaftlich getragene Bewegung und bürgerschaftliches Engagement für den Schutz von Kindern, getragen von Verantwortung, Überzeugung und Herzblut. Dass wir nicht schweigen, dass wir nicht wegsehen, dass wir handeln. Gemeinsam. Für die Kinder. Für die Zukunft. Für eine bessere Gesellschaft! Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und darf unseren MP Günther nun um sein Grußwort bitten.


